Einsparungen in vielen öffentlichen Haushalten haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich das kommunale Straßennetz in einem schlechten Zustand befindet. Durch die transparente Darstellung des Anlagevermögens der Straßen, Wege, Plätze im Rahmen der Doppik wird erkennbar, dass häufig hohe Abschreibungen anfallen. Sowohl aus technischer, als auch aus kaufmännischer Sicht wird klar, dass hier Notwendigkeit zum Handeln besteht. Der Schwerpunkt zukünftiger Arbeit wird sich beim Straßenbau mehr vom Neubau hin zur Erhaltung verlagern. Durch den Aufbau eines kommunalen Straßenerhaltungskonzepts kann das Alterungsverhalten positiv beeinflusst, das heißt verlangsamt werden. Mittels technischer Kennzahlen lassen sich professionelle Strategien aufbauen, die auf den Substanzerhalt abzielen und maximalen Erfolg auch bei geringem Budget bieten. Einen wesentlichen Aspekt dabei stellt der optimale Eingreifzeitpunkt dar. Dieser setzt eine fundierte Kenntnis über den baulichen Zustand, die mögliche Schadensursache der jeweiligen Verkehrsfläche und über sinnvolle Sanierungsverfahren voraus. Das Seminar gibt praxistaugliche Hilfestellungen.
Schwerpunkte: - Überblick über Erfassungsmethoden des baulichen Zustands von Verkehrsflächen (visuell und messtechnisch) - Erkennen von möglichen Schadensursachen - Grundlage eines Erhaltungsmanagements von Innerortsstraßen gem. E EMI 2012 (FGSV) - Nutzen von Straßendatenbanksystemen/PMS - Zustandsentwicklung der Infrastruktur - Erkennen des optimalen Eingreifzeitpunktes - Strategien gegen vorzeitigen Substanzverlust - Sanierungsformen - Praxistaugliche Projektorganisation
Dozent: Bernd Mende, Geschäftsführender Gesellschafter der Ge-Komm GmbH, Gesellschaft für kommunale Infrastruktur
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